Samstag, 15. Juni 2013

24.05. - 25.05. Zeit in Darwin

24.05.:
Heute ist ein Faulenz-Tag angesagt. Ausschlafen bis 09h30, danach ein bisschen in der Stadt herum lungern, Mittagessen, Wäsche waschen (gratis im Hostel) und WiFI kaufen, damit wir skypen und den Rest unserer Reise organisieren können. Während Karin mit Flavio am skypen ist, plaudere ich mit Tim, der auch wieder zurück ist von seiner Sightseeing Tour. Danach machen wir gemeinsam Abendessen: Birchermüsli mit all unseren Resten :-) Flavio versucht Mam zu erreichen, um ihr zu sagen, dass wir skypen könnten. Sie ist aber nicht zu Hause, macht sich aber auf den Weg und danach klappt es doch nicht, da sie nicht weiss wie es geht (schlussendlich stellt sich raus, dass das IPad nicht geladen ist). So warten wir darauf, dass Thomas von der Arbeit nach Hause kommt (bei euch Mittag, bei uns Abend) und können dann schlussendlich für ein paar Minuten skypen. Da er jedoch sein Natel dazu benützt ist es eher mühsam und so halt kurz gehalten aber trotzdem schön! Danach geht es wieder ins Monsoons, wo wir mit den übrig gebliebenen Tourmitgliedern abgemacht haben. Nach ein paar Bierchen und geselligem Zusammensein geht es dann auch wieder zurück ins Hostel.

25.05.:
Heute geht es dann zur definitiven Verabschiedung von den letzten unserer Truppe. So treffen wir Rahel, Sabrina und Ben noch im Coffee Club bevor es dann auf zur Lagoon und zum Wave Pool geht. Danach ging es auf Täschlisuche, da vor allem ich noch ein zusätzliches Gepäckstück brauchte...Grrr, irgendwie wird mein Gepäck immer mehr...Am Nachmittag geht es zum Museum and Art Gallerie of the Northern Territory, was absolut phänomenal ist! Es ist gratis und wow, einfach fantastisch gemacht! Noch nie so was vorher gesehen! Leider kamen wir ein bisschen zu spät dorthin, und mussten pressieren um überall gewesen zu sein, bevor sie schlossen. Danach spazierten wir zum Mindil Beach, wo es ein sensationeller Sonnenuntergang geben soll. Von dort laufen wir dann ins Hostel und informieren uns noch über den Greyhound von Cairns nach Brisbane. Diskussion war nämlich immer wieder, ob wir besser ein Auto mieten oder mit dem Greyhound gehen. Die Entscheidung fiel dann auf den Greyhound, jedoch war die Buchung auf dem Internet nicht erfolgreich und so entschlossen wir halt das bis nach der Kakadu Tour zu verschieben. Was sich als gutes Glück herausstellte. Dazu später mehr.

11.05. - 23.05. Unterwegs mit Karin in den Kimberleys

11.05.:
Früh morgens hiess es an diesem Samstag morgen aufstehen, alle restlichen Sachen einpacken und dann auch schon mal los nach Bunbury wo unser Bus fuhr. Da es eben ein Samstag war fuhr leider kein Bus von Bridgetown nach Perth - Janelle schlug uns dann vor, dass sie uns nach Bunbury fahren kann und wir den Bus dort erwischen. Welch ein Schatz sie ist! Für mich hiess es noch ein bisschen früher aufstehen als Karin, da ich noch schnell zu Tysonns Chalet rüber ging (er muss morgens auch immer früh auf und arbeiten gehen) und mich dort noch von ihm zu verabschieden. Dann hiess es goodbye Claire, die übers Wochenende die Farm managt, da Michael und Lorraine ja in Melbourne sind. Pünktlich trudeln wir in Bunbury ein und müssen uns dann auch schweren Herzens von Janelle verabschieden. All diese Abschiede gehen mir definitiv an die Nieren! Nach so langer Zeit mit all diesen tollen Leuten, tut das schon im Herz weh...Nach ca. 2 Stunden Fahrt erreichen wir Perth Esplanade Busport, wo wir unser Gepäck deponieren dürfen. Da Karin ja bei ihrer Ankunft nichts oder nur die Skyline von Perth gesehen hat, entschliesse ich mich, mit ihr in den Kings Park Mittagessen zu gehen. Perth selber hat sonst meiner Meinung nach nicht extrem viel zu bieten. Ist eher um Perth herum, wie Fremantle etc., das sich wirklich lohnt anschauen zu gehen. Und natürlich eben der Kings Park, von dem man eine wunderschöne Aussicht über die Skyline und den Hafen hat. Danach heisst es den Bus an den Flughafen zu nehmen und dort mal warten, warten, warten bis wir auf unseren Flieger nach Broome können. Diesmal ist es wirklich ein definitives goodbye Lucieville für eine längere Zeit - Weihnachten steht auf dem Programm zurück zu gehen...Mal schauen, was daraus wird!

Perth

Nach ca. 2 Stunden Flug erreichen wir Broome. Gott, was für eine Umstellung, als wir da aus dem Flugzeug aussteigen. Vom winterlichen Südwestaustralien zum warmen Nordwestaustralien. Der Flughafen ist mehr oder weniger offen und es gibt genau 1 Gepäckband. Der Flughafen ist so nah von unserem Hostel, das wir uns entschliessen zu laufen. Und auch schon nach knapp 10 Minuten kommen wir im Kimberley Club Youth Hostel an...Und erleben einen Kulturschock!!! Vom heimeligen Bridgetown eiskalt ins Partyvolk von Broome. Definitiv "näb de Schue" machen wir uns auf die Suche nach unserem Zimmer und da schon der zweite Schock. Es ist zwar ein 6er Frauen Zimmer, aber oben durch ist alles offen - könnte also vom Lärm her genau so gut ein 24er Zimmer sein. Zudem war so ein Saustall in unserem Zimmer, da mussten wir für unser Gepäck zuerst mal Platz schaffen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie uns in diesem Moment zu Mute war...An der Reception wurde uns dann aber erklärt, dass wenn wir früher auschecken (uns uns ein anderes Hostel suchen) trotzdem nichts von unserem Geld zurückbekommen. So hiess es dann einfach Augen zu und durch und diese 4 Nächte dort überleben. Unsere Zimmerkolleginnen stellten sich dann aber als ganz nette Frauen aus Irland raus. Von denen erfuhren wir, dass es scheinbar eine Strandparty am Cable Beach gäbe, aber wir waren beide zu kaputt und wollten einfach nur unsere Ruhe und schlafen. Scheinbar haben wir im Nachhinein etwas verpasst aber was solls.

12.05.:
Die Betten im Kimberly Club YHA waren nicht die besten, aber geschlafen haben wir trotzdem gut. Gegen 9h00 machten wir uns auf den Weg zum Visitor Center in Broome. Nach kaltem Lucieville Wetter dünkte es uns hier schon ziemlich heiss...Auf dem Weg kamen wir an einem Sonntagsmarkt vorbei, der wirklich vielfältige Waren anbot und ich kam hier zu meiner neuen Sonnenbrille :-) Danach holten wir uns  einige Informationsbroschüren im Visitor Center und besuchten das benachbarte Perlencenter, wo Karin Perlenohrringe kaufte. Broome ist eine bekannte Perlenstadt und hat dementsprechend eine traurige Perlentauchervergangenheit. Heute gibt es hier grosse Perlenzuchtfarmen. Perlen entstehen durch einen irritierenden Gegenstand in der Muschel. Auf natürliche Weise kann das ein Sandkorn sein, bei den Zuchtperlen ist es ein Stück Plastik. Die Muschel bildet dann eine Schicht um diesen Eindringling und so entstehen Perlen. Ganz oberflächlich erklärt :-) Unser nächster Stop war dann der McDonnald, da es hier gratis WiFi gibt. So frühstücken wir doch dort und schreiben Mam unsere besten Muttertagswünsche. Danach geht es auf einen Spaziergang rund um Broome. Fazit: Nicht wirklich viel los, aber auch nicht wirklich viel Spannendes zu sehen. So geht es zurück zum Hostel, wo wir in den Pool springen und dort relaxen, Leute kennenlernen und die warme Sonne geniessen.

13.05.:
Früh standen wir heute auf, um mit dem ersten Bus zum Gantheaume Point zu fahren, wo es Dinosaurier Spuren zu sehen gibt. Und dorthin fährt eben nur immer der 1. Bus am Tag, welcher um 7:36 vom Hostel geht. Vergebens warteten wir jedoch vor dem Hostel auf diesen Bus und auch der nächste kreuzte nicht auf. Genervt gehen wir an die Reception, wo sie uns erzählen, dass der Bus 100m entfernt fährt. Ok, dann halt mal dorthin. Eine Bushaltestelle finden wir irgendwie nicht und warten mal einfach an einem anderen Punkt, wo jedoch auch kein Bus auftaucht. Irgendwann fragt uns mal eine Frau, ob wir Hilfe brauchen und diese erklärt uns dann auch, wo die Haltestelle sein sollte. Jedoch genug ist genug und so entschliessen wir uns halt die 5km zum Cable Beach (Gantheaume Point war ja sowieso zu spät und vor allem zu weit) zu laufen. Grrrr ÖV!!! Der Cable Beach zählt weltweit zu den schönsten Stränden. Er ist ca. 22km lang und von feinstem weissem Sandstrand! Dort machten wir ein paar sensationelle Jump-Fotos, liessen uns an der Sonne bräunen und genossen einfach die Zeit am Strand. Abends gingen wir dann nochmals in den MacDonnalds, jedoch lohnte sich unser Sundae und Kaffee nicht, denn das WiFi funktionierte nicht. Auch der geplante Gang zum Bottleshop fiel ins Wasser, da plötzlich sobald es dunkel geworden war alle Aboriginies aus ihren Häusern kamen und uns mehr oder weniger den Weg zum Bottleshop blockierten. Besser zurück als Ärger suchen...Zurück im Hostel merkten wir beim Abendessen vorbereiten, dass uns jemand ein Teller aus unserem Küchenzeug Sack, der das Hostel einem für AUD 20.00 Depot zur Verfügung stellt, gestohlen hat. Wie wir sind, gingen wir zur Reception um das zu melden. Fazit war dann mehr oder weniger: Entweder ein anderes klauen, eines kaufen oder AUD 3.00 bezahlen, weil wir es "verloren" haben. Grrrr...
Jump Foto Cable Beach Broome
14.05.:
Da die Dinosaurier Footprints wegen dem zu hohen Wasserstand sowieso in diesem Monat nicht mehr zu sehen waren, versuchten wir es gar nicht mehr auf den ersten Bus zu schaffen und schliefen gemütlich aus. Danach ging es ans Sandwich machen, wobei ich die Gelegenheit ergriff, ein anderes Teller zu meinem eigenen zu machen. Ich zahle doch nicht für ein neues Teller! Klar, ist eine Kettenreaktion, aber ich will definitiv nicht am Ende der Schlange sein!!! Weiter machten wir uns auf den Fussmarsch zum Broome Historic Museum, welches wirklich schön und eindrücklich gemacht ist! Loh t sich auf alle Fälle. Zurück beim Hostel nahmen wir den Hotelshuttle zum Cable Beach, wo wir gemütlich zu Mittag assen und uns dann auf den gut 5km Fussmarsch zum Gantheaume Point aufmachten. Phu, war definitiv nicht ohne, diese 5km auf Sand...Erschöpft kamen wir dort an, die Stimmung war bombastisch mit den aufkeimenden Regenwolken. Wirklich eindrücklich! Die Aussicht auf den Fussmarsch zurück stimmte uns beide nicht extrem happy. Doch wir nahmen es in Angriff und wurden nach ca. 10 Minuten von einem  älteren Ehepaar aus Sydney aufgeladen, die uns dann auch zum Einkaufscenter brachten. So süss! Unser MacDonnalds Gang stellte sich danach zum 2. Mal als Fehlversuch heraus und so kauften wir dann doch mal WiFi im Hostel. Ich buchte noch definitiv das Hostel in Darwin und danach ging es auch schon ans Packen und ab ins Bett, denn Besammlung für unsere Tour war um 06h30.

Gantheaume Point Broome
15.05.:
Besammlung um 06h30 vor dem Hostel. Wow, der erste Eindruck machte uns beide definitiv sprachlos für ungefähr die erste Stunde. Viele um uns herum waren Schweizer oder Deutsche und irgendwie nach meiner langen Zeit nur unter Australiern passte mir das überhaupt nicht in den Kram! Zudem kannten sich viele schon von einem anderen Trip, was das Ganze nicht einfacher machte. Nationalitätenbilanz: 7 Schweizer, 2 Australier, 2 Briten, 2 Deutsche, 3 Österreicher und eine Holländerin. Ben, unser Führer befahl dann ein Speed-Dating, was hiess dass alle 3 Minuten der Sitznachbar gewechselt wird und so brach dann auch das Eis nadisnah...Ganz schnell brach das Eis spezifisch bei Angela und Thomas, 2 Sensler aus Alterswil. Ihr könnt euch vorstellen wie erstaunt wir doch waren noch 2 andere Seisler auf unserer Tour zu haben und mal wieder sieht man wie klein die Welt doch ist :-)

Stecke Broome - Derby:
Wir machten Stop beim Baobab Prison Tree. Derby ist der Anfangs- oder Endpunkt der Gibb River Road, die früher dazu da war, die Rinder von den umliegenden Farmen an den Hafen von Derby zu treiben. Heute ist es eine der bekanntesten und doch noch nicht zu touristischen Offroad Strecke. Diese führt auf ca. 600km durch Wasserpassagen, Buschland und viel Nichts. Unser nächster Stop war dann in Windjana Gorge, wo wir auch unsere Zelte für die Nacht aufstellten, Mittagessen hatten und uns dann auf den Weg zum Tunnel Creek machten. Dies ist eine Tunnelhöhle, mit Fledermäusen, Süsswasserkrokodilen, Fischen etc. und man muss zum Teil durchs Wasser waten, sowie Taschenlampe von Vorteil. Zurück in Winjana Gorge haben wir noch kurz Zeit ein bisschen in den Gorge zu wandern und die gefährlichen Salzwasserkrokodile von näher zu betrachten, bevor es auch schon dunkel wird und wir zurück zum Camp müssen. Dort kommt auch schon die Rangerin und informiert Ben, dass ein Gewitter im Anmarsch ist. Für uns heisst das, Heringe einschlagen (macht man normalerweise hier nicht!). Zudem wird von unserem Truck ein grosse Plache gespannt, dass wir dann doch alle einen trockenen Platz haben und gemütlich beim Abendessen zusammensitzen können. Und der Regen meinte es definitiv nicht gut mit uns...Nach dem Abendessen teilten ein paar von uns noch die gemütliche Runde ums Lagerfeuer und gingen dann auch mal schlafen. Früh aufstehen war auf dieser Tour alltäglich angesagt! Wie es so schön heisst hier: Aufstehen mit der Sonne :-)

16.05.:
Sonnenaufgang ist ca. um 05h30, was aber kein Problem ist denn sobald es hell ist, wird man sowieso wach. Für mich war das meistens gegen 05h00 während Karin gerne noch bis 05h30 schlief :-) Glücklicherweise haben wir am Morgen keinen Regen mehr. Viele Sachen sind natürlich nass aber im grossen und ganzen hat sich unser Zelt gut geschlagen. Nun hiess es Zelte einpacken, Frühstücken und alle Sachen wieder in den Truck laden. Danach machten wir einen Fotostopp bei den King Leopold Ranges sowie einen weiteren Stop bei der Real Coffeestation. Danach ging es weiter bis Galvans Gorge, welcher ein eindrücklicher Ort ist mit Felsmalereien. Unsere nächste Übernachtung auf einem Campingplatz nähe Manning Gorge. Nach Zeltaufstellen und Mittagessen ging es dann endlich auf diesen Walk. Der Walk startet mehr oder weniger mit einer Flussdurchquerung. Alle unsere Sachen gingen in ein Boot, während wir durch den Fluss schwammen, wieder unsere Kleider und Schuhe anzogen und weiter ging es. Nach ca. 1 1/2 Stunden Wanderung kamen wir zur Schlucht mit einem wunderschönen Wasserfall und einem riesen grossen Becken zum Baden, von den Klippen springen etc. Manning Gorge gehört definitiv zu meinen Favoriten auf der Gibb River Road! Auf dem Rückweg unterstütze Karin noch ihre Namensgefährtin (hatte noch eine andere Schweizerin namens Karin auf der Tour) und so stiess sie auf unsere Rufe hin Tourguide Ben mitsamt den Kleidern und Schuhen bei der Flussüberquerung ins Wasser. Was ein Spass! Konnte mich kaum mehr erholen, aber wir bekamen es dann alle mit untergetaucht werden gebüsst :-) Wie ihr seht, das Eis zwischen uns allen brach relativ schnell.
Manning Gorge
 
17.05.:
Da uns scheinbar das schlechte Wetter auf den Fersen folgt, entschloss unser Guide Ben einen Tag vorwärts zu machen und so dem Wetter davon zu fahren. Im Nachhinein die beste Entscheidung, die er treffen konnte denn sobald wir dann schlussendlich aus der Gibb River Road raus kamen, schlossen sie hinter uns die Strassen. Das heisst, wenn wir nicht eine Nacht vorwärts gemacht hätten, wären wir in der Gibb River Road fest gesteckt und hätten warten müssen bis das Wetter bessert...Danke Ben!
Auf jeden Fall hatten wir einen guten Morgen und konnten im Trockenen unsere Zelte und den Rest einpacken. Danach ging es auf eine ewige lange Fahrt über Stock und Stein mit gelegentlichen Fotostopps und Pinkelpausen. Endlich sah ich dann auch meine Australia-Film-Felsen und siehe da, die Filmaufnahmen wurden wirklich in dieser Gegend gedreht! Ha! :-) Das bekannte Gebiet gehört zum El Questro Wilderness Park, der recht bekannt ist. War früher eine riesige Cattle Station mit 360'000 ha (Rinderfarm) und ist jetzt für den Tourismus geöffnet. Mittagshalt war bei der Emma Gorge, welche wir danach per Fuss entdeckten. Am Ende erwartet uns ein wunderschöner Pool mit Wasserfällchen und sogar warmer Quelle. Fantastisch! Auch einer meiner Favoriten hier in den Kimberleys! Kurz vor dem Eindunkeln kommen wir dann beim El Questro Camping an, der recht luxeriös ist im Vergleich zu was wir bisher hatten. Zum Abendessen gab es unter anderem Kangaroo, was nicht schlecht war. Irgendwie vergleichbar mit Beef :-) Heute gab es dann sogar ein Dessert, welches Rahel (auch eine Schweizerin und eine tolle noch dazu :-)) und ich vorbereiteten und Ben dann über dem Campfire backte. Mhmmm Paradies für Monika :-)

18.05.:
Wegen Bens Planänderung können wir nun 2 Nächte in diesem Luxuscamping verbringen und mussten am Morgen für einmal die Zelte nicht einpacken. Zum Frühstück gab es dann sogar Rührei und Speck - mhmmmm :-) Danach machten wir uns auf unseren schwierigsten und kräfteraubendsten Walk in die El Questro Gorge. Diese Wanderung beinhaltet einfach alles. Klettern, durch Wasser, etc. Wirklich anspruchsvoll und ohne meine Wanderschuhe hätte ich das nicht gemacht! Es ist ideales Wanderwetter, aber jeder von uns ist bachnass und freut sich dann am Ende der Wanderung auf den Sprung ins Wasser. Bei diesem Gorge ist es definitiv der Weg und nicht das Ziel, das zählt. Der Pool ist nicht wirklich sagenhaft schön, wie z.B. Manning Gorge, aber die Wanderung hat es in sich! Mit Jacqueline (einer Deutschen) führte ich mehr oder weniger die Spitze unseres Walks an. Ich hasse es hinten zu laufen und so haben wir auf dem Rückweg das ganze Terrain für uns und können vor dem Bus ein bisschen sünnele und auf die anderen warten. Zurück im Camp haben wir dann einen freien Nachmittag, den wir zum Waschen, faulenzen, schwimmen und schlafen nützen. Am Abend hat es im Camping dann sogar noch ein Konzert, was wirklich schön war. Genossen die gemütliche Stimmung mit einem Bier in einer geselligen Runde.
19.05.:
Heute heisst es dann Zelte abbauen und weiter Richtung Darwin. Bevor es raus aus dem El Questro Park geht, besuchen wir noch die Zebedee Springs. Dies ist eine warme Quelle, bei der wir gemütlich ca. 1 Stunde verweilen können. Danach kommt eine lange Fahrt bis ans Ende der Gibb River Road. Byebye, war eine tolle Erfahrung! Beim Mittagsstopp in einem Roadhouse treffen wir dann auf riesige Roadtrains mit 4 Anhängern. Wow, so ein Ding zu fahren muss ja der Wahnsinn sein...Weiter folgt die lange Fahrt, bis wir dann zum Purnululu NP kommen, in dem die bekannten Bungle Bungle sind. Beim Eingang machen wir einen kurzen Stopp, danach folgt ca. 1 Stunde Fahrt auf krasser Offraod Strasse. Monika hatte das Glück vorne sitzen zu können - wow das ist definitiv besser als hinten :-) Ben entscheidet auf dieser Strecke dann auch, dass er ab nun den Truck Monika nennt. Eine offizielle Taufe gab es leider dann doch nie :-) Auf dem Bungle Bungle Campingplatz residierten wir dann auch für 2 Nächte. Hier hatten wir dann das Outdoor Adventure Erlebnis ohne Dusche einfach mit Toilette :-) Jupieeee!! Wir sind mehr oder weniger ganz alleine und es ist einfach toll beim Lagerfeuer zu sitzen und die Sterne zu betrachten. Während  Karin den interessanten Stories von Ben zuhört, machen es Thomas, Rahel und ich auf einem Tüchli gemütlich und schauen uns die Sterne an zu wunderschöner Keith Urban Musik :-) Besser könnte es nicht sein!

bye bye Gibb River Road

20.05.:
Es war eine wunderschöne Nacht mit gaaanz viel Dingo Geheul :-) Unser lieber Pome (Engländer) wurde bei seiner nächtlichen Pinkeltour von einem Dingo angestarrt und hatte nahezu eine Herzinfarkt  :-)
Heute geht es zu den Bungle Bungles, einem der wohl schönsten Nationalpark in der Umgebung. Der Name entstand dadurch, dass vor langer Zeit ein Farmer hier seine Farm aufbauen wollte und scheiterte (=Bungle), es dann nochmals probierte was ein Bungle Bungle ergibt. Für die Aboriginies ist es einfach Purnululu. Die Bungle Bungle bestehen aus Sandstein und der Sand hier gilt als einer der feinsten auf der Welt. Wirklich ein eindrücklicher Ort, der erst vor kurzem für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Grund dafür ist, dass das Land zu einer riesigen Farm und einem reichen Farmer gehörte. Irgendwann in den letzten Jahrzehnten kamen dann Fernsehleute von Perth in den Norden und wollten Aufnahmen von schönen Plätzen machen. In einem Pub in der Nähe stiessen sie dann auf einen Farmarbeiter dieser Farm, der denen dann erzählte, sie sollen doch mal mit dem Helikopter über die Bungle Bungles fliegen und siehe da, als dieser Sender die Filmaufnahmen im TV zeigten, konnten sie sich vor Anrufen nicht mehr retten und der Nationalpark Purnululu entstand. Nach dem Lookout, der einen schönen Blick über diese Gesteinsformationen gibt, geht es zur Cathedral George, wo wir Schweizer uns als Musiktalente versuchen und "ä Schwan" von Gölä singen. Es soll scheinbar eine gute Akustik dort sein. Die Leute hatten auf jeden Fall Freude :-)

Bungle Bungles Purnululu NP.

Gegen Mittag geht es zum Heliflughafen, wo die von uns die wollen, einen Flug über die Bungle Bungles machen können. Für Karin und mich ist es leider zu teuer (AUD 335.00 pro Person) aber es muss fantastisch sein! Der Rest von uns hat Lunch und ein bisschen relax Zeit oder Plauderzeit. Danach geht es zum Echidna Chasm, eine Schlucht, bei der man zum Teil meint es fallen einem die Steine auf den Kopf. Bevor es zurück zum Camp geht, besteigen wir noch den Lookout neben dem Chasm, genannt Osmand Range Lookout, Phänomenal schön!

Vollgeschwitzt und stinkend kehren wir zum Camping zurück, wo wir gerade noch Zeit haben die grosse Plache über den Truck zu spannen, bevor es nur so herab schüttete. Nass wurde ich natürlich trotzdem (gewisse müssen ja helfen :-)) aber so hatte ich doch die gewünschte Dusche oder? Bei Spaghetti Bolognese gibt es für einige unserer Gruppe eine Monika-Massage und so vergeht der Abend am Lagerfeuer mit Spielchen, Musik und gemütlichem Zusammensein. Grandios!
21.05.:
Heute  fahren wir vom Purnululu NP. nach Kununurra, ein herziges Dörfchen mit einmal wieder Natelempfang. Bottleshop und wieder mal Zivilisation. Dort essen wir Lunch und machen unsere Einkäufe bevor es weiter geht Richtung Lake Argyle. Dort angekommen stellen wir die Zelte auf und schon los geht es auf unsere Schiffsfahrt auf diesem riesigen Stausee (2. grösster in Australien, 70km x 42km = grösser als Lichtenstein). Wir sehen Rock Wallabies, Freshwater Crocodiles und viele Fische. Es gibt Apéro und ein Sprung in den See. Wirklich voll gemütlich und könnte ewig dauern! Der Abend geht gemütlich weiter und nach dem Abendessen im Camping versuchen Karin 2 (nicht unsere Karin), Thomas, Rahel und ich uns im Disco Fox Tanzen unter Karin 2 Leitung :-) Danach machen wir es uns gemütlich mit einer Flasche Wein und plaudern, plaudern, plaudern. Morgen hat dann Jacqueline Geburtstag, sie wird sweet 20 und wir haben eine lange Fahrt (ca. 600km) vor uns.

Lake Argyle

22.05.:
Heute hatten wir einen wunderschönen Sonnenaufgang über dem Lake Argyle. Wow! Für Jacqueline gab es Biscuits, viele Küsse und Umarmungen und von mir eine Zeichnung auf unserem dreckigen Bus (leider kein Foto gemacht). Die Fahrt heute führt uns nach Katherine, welches im Northern Territory liegt. Somit machten wir ein obligatorisches Foto an der Grenze. Zudem gibt es eine Zeitverschiebung von + 1 1/2 Stunden. Das hiess für uns dann, dass es morgens später hell wird und abends länger hell ist :-) Jupiieee! Auf der Fahrt gibt es dann noch Lunch Stop etc. und in Katherine selber können wir Alkohol kaufen gehen, damit wir dann Jacquelines Birthday auch gebürtig feiern können :-) Auf dem Camping angekommen gibt es dann auch die Überraschung. Wir müssen keine Zelte aufstellen!!! Es sind fixe Zelte für 4 Personen und so beschliessen wir Full House zu machen mit Rahel und Thomas :-) Zudem haben wir auch eine überdachte Küche und Aufenthaltsraum. Luxus!! Ben kreiert ein super wahnsinns Abendessen und wir sind alle sehr schnell angetrunken mit all dem Alkohol :-) Ein wunderschöner und amüsanter letzter Abend auf Tour!
23.05.:
Die, die sich entschlossen einen Heliflug über Katherine George zu machen mussten früh aufstehen. Die anderen durften endlich mal ausschlafen - obwohl das fast nicht ging nach dieser Routine :-) Frühstück gibt es Pancakes - mhmmmm :-) Danach fahren wir zu den Edith Falls, wo wir gemütlich schwimmen und plantschen können bevor es Lunchtime heisst. Unser nächster Stop heisst dann mehr oder weniger schon Darwin. Auf dieser Strecke dürfen wir Schwestern vorne sitzen und uns Bens Tipps für Alice Springs und Umgebung notieren. Kurz vor Darwin sehen wir gefürchige Wolken um uns herum und Ben meint, dass dies typisch sei für die Wet Season (Regenzeit) sei. Da wir eigentlich in der Dry Season (Trockenzeit) sind, ist das eher ungewöhnlich. In ca. 15 Minuten konnten wir einen Temperatursturz von mehr als 10 Grad feststellen und dann fing Ben an zu zählen: 10, 9, 8, ... und bei 0 öffnete der Himmel seine Schleusen und es gab eine Sintflut, noch nie vorher gesehen. Innert Minuten waren die Strassen überschwemmt und das kurz vor Darwin! Halleluja! Doch sobald wir in Darwin einfahren, endet es so schnell wie es begann. Wir werden alle bei unseren gebuchten Hostels abgeladen und beschliessen den Abend dann gemeinsam im Monsoons, einer Bar, zu verbringen . Karin und ich decken uns noch mit Proviant vom Truck ein, Dinge, die Ben sowieso wegwerfen müsste und wir gebrauchen können :-) Mit uns im Hostel weilt auch unser Pome (Engländer) Tim. Danach geht es ans Ausgangsfrisch machen, und schon gehts los ins Monsoons, wo wir einen gemütlichen Abend mit unserer Truppe verbringen. Für einige von uns heisst es goodbye, für andere wie uns, heisst es see ya tomorrow :-) Nicht allzu spät verabschieden wir uns und gehen zurück ins Hostel. War eine fantastische Tour und wir können es nur empfehlen! Kostet halt ein bisschen viel Geld, aber ist es allemal wert! Wir hatten eine so gute Zeit und waren eine phänomenale Gruppe - es hat einfach alles gestimmt!
Monsoon Abend

Bilanz: 2816km von Broome - Darwin in 9 Tagen (Durchschnitt: 312km pro Tag = ca. 1x von Ost nach West durch die Schweiz wenn ich mich nicht täusche :-))
Weitere Fotos hier

Mittwoch, 12. Juni 2013

03.05. - 10.05. Zeit im Südwesten und auf Lucieville mit Karin

Karins erste Nacht in Australien war scheinbar sehr gut und sie erwachte ohne Anzeichen eines Jetlags. Da Janelles Mum die Nacht bevor arbeiten musste, lernte Karin sie erst am Morgen kennen. Kurz nach Mittag fuhren wir los und besuchten auf dem Weg Richtung Lucieville noch einen Freund, der sich ausserhalb von Perth eine Farm gekauft hat und von Lucieville Schafe und eine Ziege zum Gras fressen dorthin mitgenommen hat. :-) Der nächste Stop war dann Bunbury oder besser gesagt nördlich von Bunbury ist Australind, wo Ryan (Michael und Lorraines Sohn) und dessen Frau Carla, sowie deren Kinder Lilia, Bianca und Jameson wohnen. Ryan war noch auf der Arbeit aber wir wurden von den anderen vier herzlich mit Cupcakes und Schokoladenkuchen erwartet. Wir mussten dann auch noch auf Kaninchenjagd gehen, da diese ausgebüxt sind :-) Danach hiess es wieder Monika ans Steuer und die letzte Etappe nach Lucieville in Angriff nehmen. Kurz vor 19h00 erreichen wir dann schon bei Dunkelheit endlich das traute Heim. Karin hat einen grossen Teil der Fahrt schlafend verbracht, was aber ganz normal ist, nach dieser Zeitumstellung und dem langen Flug. Herzlich wurden wir von allen empfangen und Karin bekam schon ihre erste Umarmung von Michael und Lorraine. An einem vollen Tisch (wieder mit vielen Kids) assen wir dann Dinner und Karin wurde sofort ins Family Life integriert. Gemäss ihrer Aussage merkte sie sehr schnell, dass ich hier ein bisschen der Boss bin :-) Was das auch immer heissen mag. Auf jeden Fall war es schön wieder zu Hause zu sein. Nach dem Abendessen ging es dann noch auf einen Verdauungsspaziergang um den Damm unter Sternenhimmel.

Am nächsten Morgen kam es schon zu Karins erster Begegnung mit unserem Farmkänguru Chloé und deren Babykänguru, das noch ganz klein im Beutel ist und man fühlen kann, wenn man mit der Hand in den Beutel reingeht. Ist zwar schleimig aber auf jeden Fall ein eindrückliches Erlebnis! Danach machten wir uns an Lorraines Tomatensauce, da wir sooo viele Tomaten im Kühlraum hatten und diese ja nur kaputt gehen. Wie gesagt, ich bin hier die, die nichts verschwenden will und somit wird halt alles in Gläser eingemacht oder halt zu Sauce oder Konfi etc. verarbeitet :-) Am Nachmittag war es dann mal wieder an der Zeit die Kaninchenkäfige und den Hühnerstall auszumisten. Danach hatte mich Tysonn eigentlich auf einen Motorbike-Ride eingeladen, da jedoch Karin und ich gemütlich um den Damm schlenderten und die Sonne genossen wurde es ihm wohl zu bunt und er fuhr ohne mich los - tja so geht das halt :-). Wir tranken dann später gemütlich zu dritt ein Bier. In Yornup, dem Nachbardorf war dann abends ein Dance, wo Michael hin musste, da er im Komitee ist. Warum nicht oder? Nachdem Michael für Tysonn ein paar Schuhe gefunden hatte und auch Spencer und Adam (die zwei Boys, die zu dieser Zeit bei uns im Haus wohnten) eingewilligt hatten, gingen wir zu diesem Dance. Michael nahm noch sein Grosskind Chantelle mit, da diese es liebt tanzen zu gehen. So landeten wir doch in diesem Tanzlokal, viel zu nüchtern, um das Tanzbein zu schwingen unter all diesen Profis...Und doch dann wagten wir uns auf Parkett und siehe da, es ging gar nicht so schlecht - nicht dass jeder von uns Taktgefühl hätte aber wir gaben uns alle Mühe und auch die älteren Leute dort, genossen unsere Gesellschaft in vollen Zügen :-) Spencer und ich gewannen sogar bei einem der Tänze ein Schläckseckli für was auch immer (wohl nicht die beste Harmonie oder so, aber muss gut gewesen sein :-)). Wie stolz waren wir da!!!! Auf jeden Fall hatten wir richtig Spass und jeder von uns konnte nun das von seiner To do Liste abhacken. :-)


Schon bevor Karin ankam, kündigte ich ein Swiss Dinner an, welches dann am Sonntag 05.05. stattfinden sollte. Eingeladen waren alle Familienmitglieder und alle, die sonst noch im Haus wohnten (Adam und Spencer), sowie Kristy, Lyndon mit Harry und Chantelle, wie auch Lesley (Nachbarin) und Tysonn (Worker aus einem der Chalets und guter Freund von mir). Schon am Sonntag morgen begannen wir Profiköche dementsprechend (eben weil wir ja so gut sind) mit den Vorbereitungen an. Menuplan war folgender:
Vorspeise: Tomatensuppe und Zopfbrötli
Hauptgang: Rösti mit Bratwurst und Swiss Bratensauce sowie Erbsli und Rüebli
Dessert: Ovomaltinenmousse
 
Am Nachmittag fand dann auch unser Ausritt zu Pferd statt. Die zwei Jungs Adam und Spencer begleiteten uns anfangs, bevor sie dann auf einen schnelleren Ritt gingen während wir (Karin, Janelle, Tysonn und ich) die langsame Variante machten. Wohlbehalten kamen wir alle zurück und ein Teil von uns war wohl froh, wieder vom Pferd absteigen zu dürfen :-)


Danach ging es an die letzten Vorbereitungen für unser Swiss Dinner. Stress, stress! :-) Doch alles lief gut und alle waren happy und voll gegessen. War ein richtiger Erfolg! Beim Abwasch halfen uns dann zum Glück unsere lieben Boys!

Am Montag, 06.05. war dann auch schon unser Plan mit dem Ute die andere Seite des Südwestens entdecken zu gehen. Karin schaffte es am Morgen endlich mal pünktlich aufzustehen, damit sie die Fütterung mitbekommt. So kam sie dann endlich auch zum Vergnügen Rosie zu melken :-) Danach hiess es duschen, packen und ab via Nannup nach Augusta. Von dort fahren wir direkt zum südwestlichsten Punkt Westaustraliens, wo sich der Indische Ozean und das Südpolarmeer treffen. Genannt wird dieser Punkt Cape Leeuwin. Nach ein paar Fotoshops, einer obligatorischen Glace für Monika und einem Kaffee für Karin fahren wir wieder zurück nach Augusta, wo wir in der herzigen Jugendherberge unsere Betten beziehen. Gemütlich spazieren wir dann am Blackwoodriver Ufer entlang bevor wir unser Essen einkaufen gehen und es uns dann im Gärtli vor der Jugendherberge gemütlich machen. Auf Karins Wunsch hin spielen wir dann noch eine Partie Billiarde - Gewinner war Amateur Karin :-(

Dienstag, 07.05.:
Unser Ziel heute war Margret River, DIE Weinregion in Western Australia. Unterwegs hielten wir auf Lorraines Rat in Cosy Corner. Dies ist ein schöner, verlassener Ort am Meer, an dem man Blowholes sehen kann. Das entsteht wenn das windgepeitschte Meer zwischen an die Felsen brettert und dann in den Spalten zwischen den Felsen Fontänen entstehen. Weiterer sehenswerter Ort (vor allem zum Baden wäre es wunderschön) ist Hamelin Bay. Dort machten wir uns auf einen kurzen Walk zu einem Aussichtpunkt. Als nächstes stand dann auch mal ein Weingut auf unserer Liste. Kartenlesen und Orientation ist nicht jedem gegeben und in diesem Fall leider nicht unserem Second Driver Karin - macht ja nichts, Übung macht der Meister und die Übung bekommt sie definitiv noch! Somit landeten wir nicht im geplanten Weingebiet Leeuwin, sondern halt im Xanadu. Nach Tankstopp und Walk um den Wasseraufbereitungsdamm in der Region geht es dann doch noch zu Leeuwin und es lohnt sich! Wunderschönes Anwesen mit tollen Weinen. Danach ging es zurück nach Margret River, wo wir verzweifelt das Backpacker suchen, welches oberschlecht angeschrieben aber sonst toll ist! Nach dem Abendessen hiess es dann mal Internetrecherche, was wir nun genau machen wollen während Karin hier ist. Kostete uns Stunden, Nerven und graue Haare und brachte uns irgendwie nicht wirklich viel weiter...Fazit: Morgen geht es in ein Reisebüro :-)

Mittwoch, 08.05.:
Nach wenig Hilfsbereitschaft im Tourismus Center sowie bei Flight Center versuchten wir es dann noch im anderen Reisebüro in Margret River namens Jetset Travel, wo wir zu Dave dem Filialleiter geschickt werden! Welch guter Plan war das! Dave konnte uns dann auch helfen die Entscheidung zu treffen ob wir nun in den Karijini NP gehen oder die Kimberleys machen. Als wir um ca. 16h00 das Büro verlassen sind wir ca. AUD 3000.00 pro Person ärmer, dafür leichter ums Herz, da nun alles mehr oder weniger geplant ist. Wir mussten dann auch schweren Herzens die Entscheidung treffen, schon am Samstag, 11.05. nach Broome zu fliegen an Stelle von Montag. Das hiess für uns, dass wir weder Lorraine noch Michael goodbye sagen können, da diese bis Samstag Abend in Melbourne waren. Sniff! Ich telefonierte aber nach der Buchung des Fluges mit ihnen und erklärte ihnen die Situation. Alle traurig, aber so ist es halt auf Reisen...Der Plan sah nun folgendermassen aus:

Samstag, 11.05. Flug Perth - Broome, danach vom 15.05. auf eine 9-tägige Kimberley Tour auf der Gibb River Road nach Darwin, sowie vom 26.05. eine 3-tages Tour in den Kakadu-& Litchfield NP.

Im Eiltempo fuhren wir dann von Margret River via Yallingup (Ort der Liebe) nach Dunsbrough, wo wir unser Hostel direkt am Meer beziehen. Es war so stürmisch in dieser Nacht, dass wir zum Teil dachten es fege uns bald weg aus unseren Betten.

Donnerstag, 09.05.:
Wie bis jetzt jeder Tag beginnt der Morgen mit schönstem Sonnenschein und endet dann im Regen. Unser erstes Ziel war an diesem Morgen die Busselton Jetty. Dies ist ein 1700m langer Holzsteg, der früher den Schiffen dazu diente Waren ein- und auszuladen. Die Busselton Jetty gilt als längster Holzsteg der Südhalbkugel. Auf unserem Marsch über die Jetty meint es Petrus nicht gut mit uns. Auf halbem Weg fängt es an zu giessen! Platschnass gelangen wir dann endlich unter einen Unterstand aber eben platschnass waren wir schon :-) Wir entscheiden dann den Walk nicht zu Ende zu machen, da es mit unseren triefenden Kleidern nicht so lustig war. Umgezogen und bei einem Kaffee entscheiden wir dann doch nicht wie geplant nach Bunbury zu fahren und dort die Nacht bei Ryan und Carla zu verbringen, sondern direkt nach Lucieville zu fahren. Das Wetter war sowieso schlecht, so hatten wir dann mehr Zeit zum Packen, waschen etc. Zudem gab es da noch die Geschichte mit unserer Kreditkarte zu klären, damit wir endlich unsere gebuchten Touren bezahlen konnten. Bankangelegenheiten waren noch nie mein Ding! Weiter war da noch der kranke Tysonn, um den wir uns noch kümmern sollten - warum also nicht nach Hause gehen :-) So lieb wir waren, machten wir zum Abendessen dann eine feine Gemüsesuppe, die wir mit krank-Tysonn teilten und siehe da, am nächsten Morgen war schon alles besser und er konnte wieder arbeiten gehen :-) Karins Suppen Künste sind einfach fantastisch!

Freitag, 10.05.:
Heute buchten wir am langsamen Lucieville Computer noch die restlichen wichtigen Eckpfeiler unserer Reise, wie z.B. das Hostel in Broome, sowie das Hostel in Darwin und die Flüge nach Alice Springs und von dort nach Cairns. Totalplan lautete nun so:

11.05. Flug Perth - Broome
11.05.  15.05. Hostel Broome
15.05. - 23.05. Tour Kimberley 9 Tage Broome - Darwin
23.05. - 26.05. Hostel Darwin
26.05. - 28.05. Tour Kakadu-& Litchfield NP 3 Tage
28.05. - 29.05. Hostel Darwin
29.05. Flug Darwin - Alice Springs
29.05. - 02.06. Campervan
02.06. Flug Alice Springs - Cairns

Poah!!!!

Danach ging es ans Waschen, Packen etc. Karin ging am Abend noch auf Spotlight Tour mit Kristy und den anderen Chaletsgästen. Auf diesen Touren fährt man in der Dunkelheit mit dem Ute und dem Spotlight durch den Wald und hält Ausschau nach Tieren. Für den Abend war ein Pizzaabend geplant mit Claire, die irgendwann mal ankommen sollte, Janelle, Karin, Tysonn und mir. Natürlich selbst gemachter Teig - mhmmmm sooo gut! Danach ging es auf zu Kristy und Lyndon, wo wir einen lustigen Spielabend verbrachten und dann goodbye sagen mussten.
Fotos hier

23.04. - 02.05. Zeit auf Lucieville bis Karins Ankunft

Home sweet home - kaum war ich zurück auf Lucieville musste ich doch fest stellen, dass alles nicht so läuft wie ich will, wenn ich nicht dort bin. Nicht ohne Grund nennen mich die Leute hier bossy Monika (heisst, dass ich es liebe den Boss zu spielen und alle herumzukommandieren - naja sonst wird hier nie etwas gemacht :-)). In der Zwischenzeit sind nämlich wieder Teenies angekommen. Lucieville hat während den Ferien oder Feiertagen teilweise Kids, die helfen kommen. Sind meistens Kids, die regelmässig mit ihren Familien hier Ferien gemacht haben oder immer noch machen und dann während den Schulferien helfen kommen etc. Das heisst für mich halt dann immer wieder ein Umgewöhnen und so, aber ist okay. Musste ein paar Mal die Leviten lesen, damit die Arbeit genau gemacht wird aber am Ende stellt sich doch immer heraus, dass es gute Kids sind :-).

Am 25.04. ist ANZAC Day (Australian New Zealand Army Corps). An diesem Tag gedenken sie allen gefallenen und für den Krieg gedienten Soldaten. In Lucieville geht man da gewöhnlich nach Greenbushes (Nachbardorf) für den Dawn Service (Morgendämmerungszeremonie). Für dieses Event kam auch Claire, Michaels und Lorraines Tochter nach Hause. Früh morgens hiess es dann raus aus den Federn und los. War wirklich eindrücklich! Danach gab es zu Hause ein leckeres Frühstück mit Eiern und Speck, Pancakes etc. Mhmmmm... Danach hiess es Arbeit, Arbeit, Arbeit, da ja das Hochzeit von Samstag vor der Tür stand! Es musste das ganze Wohnzimmer ausgeräumt und alles auf Hochglanz poliert werden. Für den ANZAC Day sind auch Janelles Vater Robert und ihre Schwägerin Renata mit Nichte Lucie aufgekreuzt. Vor allem Bob wurde dann auch in alle Arbeiten integriert. Er ist ein Mann für alles und kann auch wirklich alles - hat mir den Radio in meinem Ute repariert! So ein Schatz! Abends dann ging die Party aber richtig los. Kaum hatten wir gegessen (ca. 20h00) ging das Telefon. Claire ging in die Ferien nach Thailand und wollte am nächsten Tag (Freitag) dann zurück nach Perth fahren, da der Flieger am Abend gehen sollte. Leider weit gefehlt. Der Flieger flog nicht Freitag nach Mitternacht, sondern Donnerstag nach Mitternacht, das hiess in mehr oder weniger genau 4 Stunden!!!!!! Michael entschied dann ganz schnell, dass er Claire an den Flughafen fährt, was ca. 3 Stunden Fahrt sind. Janelle ging dann mit ihm, da ja jeder von uns sowieso schon kaputt war von diesem langen Tag. Wir anderen polierten dann den ganzen Abend Gläser für die Hochzeit und warteten auf den Anruf, das Claire den Flieger noch erwischt hat. Auf jeden Fall kamen sie rechtzeitig an den Flughafen (in 2 1/2 Stunden - Geschwindigkeitsüberschreitungen inkl.) und Claire kam auf ihren Flieger. Was für eine Hektik!
Freitag war dann Kochtag, wo alles Essen vorbereitet wurde. Abends machte ich dann meinen Zopfteig für gut 100 Leute, da Lorraine mich gefragt hat, ob ich Zopfbrötli machen möchte. Warum nicht oder :-). Herausforderung angenommen! Samstag morgen hiess es dann früh auf, damit ich diese backen konnte bevor alle anderen die Ofen brauchen. In knapp 3h waren alle 115 Brötchen gebacken. Der Tag war dann gefüllt mit Putzen und alles nochmals auf Hochglanz bringen. Danach hiess es auch schon uns selber auf Hochglanz bringen und ab in die Küche. Hektik pur, aber um 12h00 Mitternacht hatten wir es geschafft und konnten ins Bett. Phu! Die nächsten Tage hiess es dann auch wieder alles zurück an seinen Platz bringen etc.
Und dann kam auch schon der Mittwoch, wo Janelle und ich nach Perth fuhren um dort dann am Donnerstag Karin aufzuladen und dann Freitag wieder zurück zu fahren. War perfektes Timing mit Janelles Besuch bei ihren Eltern! Janelle und ich entschlossen uns die Fahrt zu teilen d.h. das ich den ersten Part bis Bunbury fahre und sie dann nach Perth. Leider fuhren wir wohl ein bisschen zu spät ab oder wie auch immer, das Wetter hatte es nicht gut mit uns gemeint und es goss vom Himmel in Strömen! Meine Fahrt bis Bunbury war von daher mit x-tausend Gebeten gefüllt. Definitiv nicht die beste Ausgangslage für eine solch lange Fahrt. Als dann Janelle ans Steuer kam, wurde es schon besser und wir kamen auch besser vorwärts. Trotzdem hatten wir für die normalerweise 3 Stunden Fahrt ungefähr 5 Stunden...Naja wir sind heil angekommen und auf das kommt es drauf an! Janelles Eltern erwarteten uns dann schon mit einem feinen Znacht, das wir definitiv benötigten! Danach fiel ich mehr oder weniger todmüde in die Federn. Am nächsten Tag besuchten wir Janelles Schwägerin Renata und deren Tochter Lucie. Janelles Bruder Matt arbeitet in Kalgoorlie in den Mienen und hat einen Turnus 2 Wochen Arbeiten und 1 Woche frei. Sein Flug zurück war auch an diesem Tag und somit erhofften wir uns, ihn doch noch kurz zu sehen, bevor wir uns auf den Weg an den Flughafen machten. War wir auch taten, für ca. 5 Minuten dann :-) Besser kurz als gar nicht...
Schon hiess es dann Richtung Flughafen und darauf warten, dass Karin ankommt. Wir wurden schon langsam nervös und überlegten uns alle Szenarien, die passiert sein könnten, als sie dann endlich nach langer Zeit mal aus der Türe raus kam. Und dann musste Monika doch auf einmal Schweizerdeutsch sprechen! Ich fing an mit Hello how're you und bemerkte dann, shit das ist nicht Deutsch...Die ersten 3 - 4 Stunden waren der absolute blanke Horror! Ich weiss, das könnt ihr euch nicht vorstellen, aber ich konnte einfach nicht umdenken und mein Schweizerdeutsch tönte in meinen Ohren so schlecht und vor allem war es mehr oder weniger gefüllt mit englischen Wörtern! Ernsthaft, ich habe mir wirklich Sorgen gemacht ob ich jemals wieder reines Schweizerdeutsch sprechen kann!!!! Und das ist kein Witz!!! Wir fuhren dann zurück zu Janelles Eltern und Karin wurde dann einfach eiskalt in die Aussie Welt geworfen :-) Welcome in Down Under, dear Karin!

Rest meiner Südwestreise Albany - Pemberton 22.04. - 23.04.

Wie ihr vielleicht gemerkt habt, sind meine Blogeinträge sehr unregelmässig oder eher gar nicht mehr vorhanden...In letzter Zeit ist so viel geschehen, da kam ich gar nicht mehr dazu. Ja nun, ich mache einfach dort weiter wo ich aufgehört habe und bringe euch Stück für Stück näher ans Jetzt. :-)

Die Nacht vom 21.04. - 22.04. verbrachte ich wie schon erwähnt in Denmark. Wirklich herziges Städtli und vor allem ganz eine süsse Jugendherberge! Mein Tagesziel am 22.04. war dann der Tree of the Top Walk im Valley of the Giants. Leider wollte es das Wetter nicht so gut mit mir, denn als ich dort ankam fing es doch an zu regnen. Naja, Augen zu und durch - so erklimm ich die Rampe, die mich zu den Baumgipfeln führen sollte halt im Regen. Was solls :-) Die Rampe ist so konstruiert, das sie leicht im Wind schaukelt, jedoch nicht wie eine Hängebrücke! Von dem her war es auch für mich voll easy und ich fühlte mich überhaupt nicht komisch in dieser luftigen Höhe von maximal 40m. Mein Tagesplan war dann eigentlich die Nacht in Walpole zu verbringen. Da ich jedoch Wolpole recht schnell gesehen hatte mit ein bisschen herumfahren etc. entschied ich mich (hatte ja auch schon ein bisschen Heimweh nach Lucieville) 1 Nacht vorzurücken und nach Pemberton zu fahren. Auf dem Weg nach Pemberton machte ich einen Abstecher nach Windy Harbour. Es ist ein recht bekannter Campingplatz dort und der Strand ist naja...Jedoch wenn man noch ein bisschen weiter auf der ungeteerten Strasse fährt, kommt man zum Cathedral Rock, von wo man eine Wanderung zum Point D'Entrecasteaux machen kann. Phänomenal! Ich hatte die ganze Zeit nur ein Lächeln auf dem Gesicht und das Wetter hat so toll mitgespielt! Wunderschön!
Walk Cathedral Rock zum Point d'Entrecasteaux
Danach machte ich mich auf den Weg nach Pemberton, wo ich mich doch wirklich zum ersten Mal verfahren habe- naja war ja nur eine halbe Stunde auf der falschen Strasse :-) Halt das ganze wieder zurück...In Pemberton angekommen checkte ich in der Jugendherberge ein und voll erstaunt bekomme ich einen Schlüssel zu eine Haus. Das Haus war wirklich sehr schön gelegen, hatte ein paar Zimmer, die aber alle lehr wahren, ein wunderschönes Bad, Küche etc. Wow und das für knapp AUD 30.00! Ich entschied mich doch schon mal einen Spaziergang zum Gloucester Tree zu machen. Dieser Baum ist das Highlight dort - man kann diesen Baum nämlich durch eine "Wendeltreppe" besteigen und erreicht eine Höhe von 60m. Schon nur unten dran zu stehen war respekteinflössend! Auf dem Weg zurück entschied ich mich doch meinen letzte Abend auf meiner Reise zu feiern und kaufte mir einen Wein in einer Box (Cask Wine) 4l für AUD 15.00 - das ist fantastisch! Kann zwar Kopfweh bereiten aber was solls :-). In meinem Haus angekommen, immer noch alleine dort, nahm ich eine Dusche und freute mich auf meinen Wein, Brot, Käse und Aufschnitt zum Znacht. Zurück im Zimmer erwartete mich dann eine Überraschung namens Clément. Ein Franzose, der es eben auch in mein Haus geschafft hat :-) So verbrachten wir den Abend zusammen vor dem Fernseher mit Wein und zusammengewürfeltem Abendessen. Clément macht etwas ähnliches wie ich und geht auf eine Farm in Northcliffe arbeiten. Sein Weg von A nach B zu kommen ist das Trampen. Hier in Australien eher nicht zu empfehlen, nicht nur wegen den normalen Gefahren, eher auch dass es halt lange dauern kann bis mal jemand vorbei kommt und ob dieser jemand dann anhaltet ist die Frage :-) Da Northcliffe nur ca. 30 Minuten von Pemberton entfernt ist, offerierte ich ihm, ihn doch zu seiner Farm zu bringen. Sonst kommt der ja dort nie an...Am nächsten Morgen fuhren wir zuerst zum Gloucester Tree, wo Clément sich daran wagte heraufzuklettern. War scheinbar toll auf jeden Fall hatte er sicher noch Stunden danach einen Adrenalinkick! Danach fuhren wir noch ein bisschen den Karri Forest Explorer Track ab, der rund um Pemberton durch riesige Karri Wälder führt. Einer dieser Wege hiess dann auch so schön Heartbreak Road (Herzbrecher Strasse) - also los, mal schauen ob es unsere Herzen bricht. Mein Herz hat es dann definitiv gebrochen aber aus ganz anderem Grund als ihr wohl annehmt. Es war der Horror!!! Die Strasse war unbeschreiblich schlecht, steil, voller Löcher etc. Mein armer armer Ute! Kurz vor Mittag machten wir uns dann auf den Weg zu Cléments Farm. Diese war irgendwo im nirgendwo und wir fuhren sicher eine halbe Stunde auf ungeteerter Strasse ins Nichts. Irgendwann mal dann kamen wir aber auch ans Ziel und es stellte sich doch heraus, dass sein neuer Boss ein Schweizer ist :-) Die Welt ist doch klein. Wir tauschten noch schnell Natelnummern aus für den Fall der Fälle und schon verabschiedete ich mich von meinem neuen Freund mit seinem lovely Akzent und machte mich auf den Weg nach Manjimup. Dort machte ich ein paar Geschenkbesorgungen für Lucieville und endlich dann ging es die letzten Kilometer nach Hause zurück. Home sweet home Lucieville!
Fotos hier

Sonntag, 21. April 2013

Travelling und Fotos

Hallo zusammen

So, endlich habe ich wieder WLAN und bin wieder ein bisschen mehr in der Zivilisation :-)

Für alle, die es noch nicht wissen: Ich bin seit Freitag von der Farm weg und reise nun bis Mittwoch ein bisschen im Süden herum (Albany, Denmark, Walpole, Pemberton). Ich darf den Betriebswagen (Ute in Englisch) von der Familie brauchen - so sehe ich zumindest nicht wie ein Tourist aus :-)

Freitag machte ich mich also auf die drei stündige Fahrt nach Albany. War ein bisschen unebene Strasse und mit 110km/h war das recht lustig - leider funktioniert das Radio nicht, so musste ich halt singen...

Albany ist eine herzige Kleinstadt im Süden von Westaustralien. Ist bekannt für seinen Hafen. Wirklich schön dort mit kleinen Läden, herzigen Kaffees, etc. Praktisch: Überall sind freie Parkplätze, so hatte ich kein Problem mit meinem Ute einzuparken :-) Samstag Morgen machte ich mich dann zu Fuss auf zum Farmer Market, wo es lokale Gemüse und Früchte, Fleisch, Honig etc. gab. Fast wie in der Schweiz! Danach spazierte ich auf den Mt. Melville. Boah, meine Kondition ist im Keller!!!! War aber ein fantastischer Morgenspaziergang! Zurück in Town nahm ich dann doch den Ute und besuchte den Mt. Victoria und den Mt. Clearance. Bei beiden machte ich mich wieder auf einen Rundgang. Am Abend spürte ich auf jeden Fall meine Beine...Danach fuhr ich der Küste entlang zum Torndirrup NP., der bekannt ist für "The Gap" und "The Bridge".  Danach ging es zum Albany Beach und Emu Point. Hier in Australien fühlt man sich zum Teil wie auf den Seychellen mit diesen speziellen Steinen!

Heute ging es dann weiter nach Denmark. Mein erster Stopp war im Williams Bay NP., der bekannt ist für den Light Beach, Elephants Rock und Green Pool! Fantastisch!!! Mein Plan danach war via den Scotsdale Scenic Drive zum Mt. Lindesay NP. zu fahren. Oh mein Gott, nach ca. 1/2 Stunde auf Gravel Road (unasphaltierter Strasse) landete ich auf dem Parkplatz und dort hiess es, es brauche einen 4 stündigen Walk bis zum Lockout... Hallo!!??? Das wurde so nirgends angezeigt!! So fuhr ich halt zurück mit dem Ziel dann zum Mt. Shadforth Lockout zu gehen, um von dort einen guten Blick über die Region zu bekommen. Nichts da, dort angekommen regnete es in Strömen...Naja halt zurück in Town, parkierte meinen Ute beim Youth Hostel und flanierte ein bisschen herum...Nicht dass etwa viele Läden offen hätten an einem Sonntag :-) Gut gesagt, mir war stinklangweilig...So entschied ich mal alle Spazierwege um Denmark herum abzuklappern, was ich dann auch für ca. 2 Stunden tat. War toll und auch die Sonne kam wieder hervor :-) Nun bin ich im Youth Hostel und schreibe diesen Bericht.

Morgen geht es dann weiter nach Wolpole. Die Strecke zwischen Denmark und Wolpole ist berühmt für den Tree Top Walk, Mt. Franklin NP., etc. Dort verbringe ich wieder 1 Nacht in einer Jugendherberge. Weiter geht es dann nach Pemberton, das bekannt ist für seine Wälder etc. und dann geht es schon wieder nach Hause auf die Farm! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie ich die Leute dort schon vermisse...Ist halt schon komisch nach 2 Monaten totalem Familienleben plötzlich alleine unterwegs zu sein...Und die Farm ist halt wirklich toll - erinnert mich immer wieder an zu Hause! Somit freue ich mich auf jeden Fall wieder zurückzugehen. Am Donnerstag ist ANZAC Day (Australian New Zealand Armee Corps) - ist ein Gedenktag an alle gefallenen Opfer und Soldaten, die im Krieg starben. Somit geht es ganz früh morgens ins Nachbardorf, wo dann so ein spezieller Service statt findet.... Mal schauen!

Am Wochenende ist dann auch schon das Hochzeit, an dem ich helfen werde. Lorraine dreht schon im Roten - ich sehe sehr viel Ähnlichkeit mit meiner Mam in ihr. Somit probiere ich einfach ihr soviel Arbeit wie möglich abzunehmen, damit sie das Ganze auch überlebt...Da Schulferien sind hier, ist die Farm sowieso voll mit Schulkindern und Stress pur! Mittwoch in einer Woche geht es dann mit Janelle auf nach Perth. Karin kommt am Donnerstag Abend 02.05. in Perth an - jupiiieee!! Freitag geht es dann zurück nach Lucieville mit Karin und Janelle. So sieht Karin die Farm. Nach ein paar Nächten (je nach dem wie schnell sich Karin von ihrem Jetlag erholt) dürfen wir wieder den Ute brauchen und machen dann die andere Region im Südwesten mit Margaret River, Dunsbrough, Busselton, Augusta, ...Freue mich!

So, das ist es für den Moment. Leider habe ich mein Kamerakabel vergessen mitzunehmen....Somit sehr ihr meine Travelling Fotos halt später! Dafür lade ich euch ein paar Farmfotos hoch. Sind Fotos von Lorraines Kamara, meine folgen dann noch.

Fotos Lucieville

Alles Gute!

Dienstag, 9. April 2013

Farmlife und baldiger Abschied

Hallo zusammen

Wie die Zeit doch vergeht...Heute bin ich 7 Wochen hier in Lucieville und es kommt mir vor, als waere es schon viel laenger! Ich geniesse es extrem hier und die Familie betrachtet mich schon als Familienmitglied - vor den Gaesten wird schon von Adoptionsformularen gesprochen aber da haette wohl meine Family zu Hause ein Problem mit :-) Ihr seht hiermit, ich fuehle mich puddelwohl hier in Australien und verliebe mich immer mehr und mehr in dieses Land!

Seit meinem letzten Blogeintrag ist viel geschehen. Leider vergesse ich die lustigen Episoden jedoch nach einigen Tagen wieder...Ich probiere mich aber zu erinnern...

Ich hoffe ihr hattet alle schoene Ostern?! Hier war es Chaos pur!!!! Boah, so viele Leute waren hier und ich teilte mein Zimmer mit 3 anderen Girls. Tagsdurch waren um die 20 Leuteu und mehr hier im Haus und schlussendlich 11 von diesen schliefen auch hier im Haus. Der Rest war dann in den Chalets. Das hiess fuer mich jeden Morgen die Fuetterung der Tiere mit extreeem vielen Leuten zu machen - wie ich das liebe!!!!! Grrrr... Ich habe lieber meine Ruhe :-) Mit der Zeit gewoehnte ich mich jedoch daran und es waren ja auch alles ganz tolle Leute! Ostern wird jedoch hier leider nicht so zelebriert wie wir es tun in der Schweiz. Ostereiertuetschen kennen die auf jeden Fall nicht...Naja, ich habe dafuer Zopftuebli gebacken und die kamen extreeeem gut an! Seither habe ich ca. 3x Zopfbroetli gemacht :-)))

Im Moment ist hier die Apfelsaison. Das heisst wir sind wie wild am Aepfel pfluecken und vor allem am Aepfel ruesten, schneiden, kochen und in Sterilisierglaeser tun. Es nimmt kein Ende :-)

Waehrend meinem letzten Blogeintrag und heute hatten wir sehr viele Wetterwechsel. Es war zum Teil wirklich kuehl und wir hatten hier im Haus den Kamin am Laufen und dann wechselte es in den letzten Tagen wieder zu Sommerwetter (gut fuer mich!) :-) Bin sogar wieder auf ein Bad in den Damm mit Chantelle und Rusty! Wie ich diesen Hund liebe - sorry Karin, aber wenn ich koennte wuerde ich Rusty nach Hause bringen - 100x lieber als Prinz!!!!!

Ich merke hier wirklich (was ich aber eigentlich schon immer wusste), dass ich auf jeden Fall ein Farmergirl bin! Teilweise koennte ich mich wirklich selber kneiffen, dass ich in den letzten Jahren nicht mehr zu Hause geholfen habe. Ich geniesse es so sehr draussen zu sein und mit anzupacken! Und Ende jedes Tages bin ich voller Staub und Dreck, aber was solls? :-))

Heute haben wir Oscar, das ist unser Aufziehkalb, welches wir mit der Flasche tranken, kastriert :-) Der hat nun einen Ring um seine Weichteile und die fallen dann in ein paar Wochen ab oder so...Ah ja und mit dem Melken geht es grossartig! Ich schlage schon fast Michael! Wuerde sagen zwischen 7 - 10 Minuten fuer Rosie und ca. 10 Minuten und mehr fuer Molly die andere Kuh. Der Tierarzt prophezeite letzten Oktober dass Rosie ihr Kalb im Dezember bekommen sollte und nun ist es April...Ich bin also langsam ein bisschen besorgt um diese Kuh, da ihr Milchvolumen von ca. 5.5 Liter auf ca. 3 Liter geschrumpft ist. Hoffe jetzt mal dass das heissen soll der Geburtstermin kommt immer naeher?? :-) Ah ja und Mam oder Pa, ist es einfach zu spueren ob dort wirklich ein Kalb ist oder nicht? Wenn ja, dann probiere ich das mal...

Ah ja die News News sind, dass Karin meine Schwester Anfang Mai nach Australien kommt und bis Mitte Juni hier bleibt. So reisen wir zusammen von Western Australia nach Queensland! Fantastisch!!!

Wenn ich daran denke in knapp einer Woche von hier wegzugehen dann werde ich schon ein bisschen traurig! Diese Farm war wirklich das Beste was mir fuer meinen Start hier in Australien passieren konnte! Und was ich immer von der Family hier zu hoeren bekomme ist, dass die mich gar nicht weggehen lassen wollen :-) Ist voll suess und zeigt mir, dass ich immer hierher zurueckkommen kann! Was ich dann auch ev. mache Ende Jahr...Wer weiss :-) Auf jeden Fall sind sie am Organisieren, dass ich fuer meinen 10-taegigen Trip in den Suedwesten den Ute (ist allgemein ein Landrover Fahrzeug gemeint) brauchen kann. Jedoch benoetigen sie noch eine Lizenz, da dieser vorher nicht in Western Australia eingeloest war und das dauert seine Zeit...Ist mega lieb :-)

Ich komme hier sogar zu meinem geliebten Bier - in einem der Chalets wohnt ein Arbeiter ca. in meinem Alter, gut aussehend, charismatisch und lustig :-) So verbringen wir zeitweise die Abenden mit Biertrinken und Quatschen - obwohl ich im Moment nicht so gut auf ihn zu sprechen bin, da er am Weekend unser Pizzaessen vergessen hat... Naja Maenner :-))

So, ich wuerde sagen das sind ungefaehr die Neuigkeiten aus Australien....Ah ja, fast haette ich es vergessen. Waherend den Ostertagen toeteten wir 3 Schafe. War hautnah dabei beim Schiessen, Ausnehmen, Fell abziehen etc. :-) Erinnerte mich an meine Kindheit mit Mam und unseren Kanninchen...:-) Ich musste dann auch alle feinen Innereien, welche fuer Rusty bestimmt waren zerkleinern...mhmmm und das am fruehen Morgen auf nuechteren Magen :-) Zudem zersaegten wir dann die einzelnen Fleischstuecke - kraefteraubend aber spannend :-) Nicht, dass ich ein grosser Schaffleischfan bin aber ohne Knochen ist das Fleisch lecker :-)

Dieses Weekend ist das grosse Yornup Hall Fest, ca. 10 Minuten von hier entfernt. Diese Hall ist ca. wie eine Mehrzweckhalle fuer Taenze, Gruppen etc. Michael ist dort der Chef und somit geht alles im Moment zu und her wie in einem Bienenhaus. Alle Frauen helfen backen und kochen und organisieren....Ich bekomme dann sehr wahrscheinlich ein Kostuem :-) Juhuiii :-) Und am Abend ist dann ein Dance und Dinner - wird sicher lustig. Freue mich auf jeden Fall darauf!

So, ich glaube das ist es fuer den Moment :-) Ihr hoert von mir bald und wie gesagt bald habe ich auch wieder Whats up und Internet auf meinem Laptop!

Alles Liebe und warme Sonnenstrahlen sende ich euch